Reisebericht von Conny 😀

Bei den Moglis vom 10. Bis 14. April 18

Zum dritten Mal in meinem Leben reiste ich nach Rumänien, die Moglis waren mein Ziel. Sie wurden in den letzten 3 Jahren gute Freunde und haben einen festen Platz in meinem Herzen.

Am Flughafen Zürich traf ich Julia, die mich begleitete und Zusammen starteten wir ins Abenteuer 😀

Am Flughafen in Bukarest wurden wir von Gianni und Jayden in Empfang genommen, ach, es war ein wenig wie heimkommen !

Ich freute mich wahnsinnig! Auf dem Nachhause Weg wurde noch kurz eingekauft und dann ging es endlich zu Martina und Damiano……..und den Tieren!

Bellend wurden wir empfangen, Nescha und co kamen angerannt und begutachteten uns. Unter ihren Argusaugen rollten wir unsere Koffer zum Haus.

Und überall Hunde, ich war im Paradies!

Eigentlich wollte ich "meinen" Kowi begrüssen, der 8 Monate lang bei mir war, doch er kannte mich nicht mehr 🙁 Das ist jedoch eine andere Geschichte und zeigt, wie speziell manche Hunde sind, Kowi ist ein Herdenschutzhundmix und sehr Territoriumsbezogen, Menschen verknüpft er mit dem Standort.

Ich war sehr traurig darüber, denn Kowi ist tief in meinem Herzen, er hat mich beim Abschied viele Tränen gekostet, doch so ist Kowi….

Wir haben dann mal unsere Koffer ins unser Zimmer getan, Einstein, die Katze empfing uns dort bereits 😀. Dann packten wir mal die ersten Sachen aus, Geschenke für die Moglis von mir und von anderen tollen Menschen ❤️.

Die Buben bekamen unter anderem DVDs, den einen haben sie sich schon lange gewünscht und die nächsten eineinhalb Tage sah man sie dann auch kaum 😀.

Dann ging es wieder raus und Martina führte uns herum.

Gianni musste bereits wieder fahren, eines der Hundebabies war erkrankt und musste dringend in die Klinik 🙁

Seit meinem Besuch vor einem Jahr ist viel gegangen, all die tollen, grossen Zwinger, die es nun gibt!

Und in jedem Zwinger ist nur eine bestimmte Anzahl Hunde, sie achten sehr darauf, dass sie keinen Zwinger überfüllen, wie es in Rumänien sonst üblich ist. Jeder Hund sah sehr zufrieden, gesund und gut genährt aus.

Dank der tollen Spender konnten sie bereits sehr viel bauen und es ist eine absolute Freude, all die glücklichen Tiere zu sehen!

Auch das Katzenhaus habe ich besucht, wow, einfach nur schön! Ein Ort zum Sein und verweilen, die Katzen haben einen wunderschönen Raum bekommen ❤️!

All das hat viel Geld gekostet, es hat sich aber absolut gelohnt!

Es ist alles wunderschön geworden und für die Tiere ist es ein toller Platz bis sie in ihr Zuhause oder auf Pflege reisen dürfen. Und das ist das Ziel der Moglis.

Sie wollen nicht Tiere retten, nur um sie danach mehr schlecht als recht aufzubewahren, nur das Nötigste beim Tierarzt machen zu lassen und sie entweder zu vermitteln oder mehr oder weniger zu "vergessen".

Auch ist es nicht ihres, möglichst mitleiderregende Videos und Bilder zu posten, nur damit viele Spenden reinkommen.

Solche "Tierschützer" gibt es bereits mehr als genug.

Dennoch darf nicht vergessen werden, um diese Lebensqualität für die geretteten Tiere aufrechterhalten zu können, benötigt es Spenden. Spenden fürs Bauen, für Futter, Tierarzt, nicht zu vergessen, all die Kosten für tausend kleine Sachen, Kessel, Wasserschläuche, Floh- und Zeckenmittel und und und……

Danke von Herzen an alle, die bisher geholfen haben, dieses Zuhause auf Zeit für die Tiere so schön zu machen, danke an alle, die die Pfotenhilfe Mogli auch weiterhin unterstützen!

Am Abend war noch ein wenig Zeit für Gespräche, Welpen reinholen und viel später das letzte Putzen bei den Hunden im Haus.

Später kam Gianni vom Tierarzt zurück mit einer kleinen Überraschung für mich, mein kleines Patenmädchen Yona durfte nach einer Woche Klinik nach Hause ❤️

Oh, wie habe ich mich gefreut, die Kleine, die so krank war und ich nur von Bildern kannte, im Arm zu halten. Sie ist eine kleine, freche Zuckermaus ❤️❤️❤️!

Sehr spät für meine Verhältnisse ging es dann ins Bett. Am nächsten Morgen ging es dann nach einem Kaffee auch schon bald los mit der Arbeit.

Julia und ich erhielten von Martina die Einweisung, was wann wo gemacht werden muss..…ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung, wie sie das jeden Tag alleine schaffen.

Also jeder, der denkt, dass sie sich da unten einfach ein schönes Leben machen, sollen doch einmal einige Tage helfen gehen, und zwar von morgens bis abends.

Es ist sehr, sehr viel Arbeit, jeden Tag, die die Beiden täglich meistern, und auch die Jungs kommen nicht zu kurz und helfen ab und zu tatkräftig mit.

Doch das ganze Tierheim ist ein sehr friedlicher Ort, die Hunde alle ganz toll und bis auf einige wenige unvermittelbare alles einfach nur Traumhunde, die auf ein tolles Zuhause warten!

Jedem wird viel Liebe gegeben und das geben die Hunde auch zurück (naja, ausser vielleicht Ronja, als sie dachte, ich wolle ihre Kinder stehlen oder Fly, die mir dann gezeigt hat, was sie davon hielt, dass ich IHRE Junghunde in die Schranken weisen wollte 😆).

Doch jeder Einzelne ist toll, auch die grossen, Clooney, Davincy und co. Jeder ein Herzensbrecher. Tolle Seelen, die nach tollen Zuhause suchen, Menschen, die eine Freund suchen, ein Familienmitglied und keinen Sklaven, der funktioniert. Dafür sind sie, alle, viel zu schade!

Nachdem dann mal das meiste gemacht wurde, durften die Hunde nacheinander rennen auf der grossen Wiese. Und ich versuchte, irgendwie, möglichst alle vor die Kamera zu bekommen.

Als dann aber irgendwann bestimmt um die 30 Hunde um uns herum rannten, war ich leicht überfordert…..…welche hatte ich denn schon fotografiert, welche noch nicht???

Alle Hunde waren sehr friedlich und dieses Strahlen, das pure Glück, dass man in ihren lachenden Gesichtern sah, sprach Bände!

Und immer wenn irgend einer der Familie hoch zum Haus ging, liefen alle mit und kamen dann auch wieder alle zusammen mit herunter.

Sogar Nome, die wunderschöne Hündin, die immer einige Meter Abstand zum Menschen hält, blieb in der Nähe von uns Menschen.

Da gibt es leider keine traurigen Hundefotos, denn diesen Hunden geht es seit ihrer Rettung einfach nur gut, zu ihrem Glück fehlt ihnen nur noch ein tolles Zuhause.

Man sieht ihnen nicht mehr an, dass sie halbtot von der Strasse, aus dem Shelter gerettet wurden, als Welpen ausgesetzt oder abgegeben wurden und schwere Krankheiten überstanden haben, oder wie Henley und Emily, ihr bisheriges Leben an der Kette verbracht hatten, Henley ca 5 Jahre.

Oder die wunderschöne Angel, die sanfte Tala, die von Gipsys lieblos abgegeben wurden, mit kleinen Welpen oder hochschwanger, beides ganz besondere Seelen ❤️!

So gingen die Tage dahin, wir hatten ganz viel zu tun, doch es war immer Zeit mit den Hunden zu schmusen und zu sprechen 😀.

Fidibus hat sich auf seiner Terasse immer sehr gefreut, wenn ich saubermachen kam. Wir setzten uns dann zusammen auf das Sofa und es wurde ausgiebig gekuschelt ❤️!

Abends ging es dann einige Male auswärts essen, eine Abwechslung für uns und die Familie Rubino. Vorher und nachher musste einiges getan werden, damit wir die paar Stunden wegbleiben konnten.

Und am letzten Tag gingen wir zu Cera, bei Cera leben im Moment noch 5 Hunde von den Moglis. Ich wollte sie unbedingt sehen um einschätzen zu können, ob sie vermittelt werden können. Cera wohnt eigentlich "nur" auf der anderen Seite von Bukarest ausserhalb der Stadt.

Da der Weg zu ihr jedoch durch Bukarest führt, waren wir für einen Weg weit über 2 Stunden unterwegs, ich begriff also sehr gut, warum Martina und Gianni nicht einfach mal kurz bei ihr vorbeigehen konnten um Fotos zu machen.

Cera schaut sehr gut zu ihren Hunden, hat für Rumänien grosse Zwinger, immer sauber, die Hunde sehen super aus. Sie ist die einzige, denen Moglis noch Hunde anvertrauen. Ich sah dort auch Andira, die ich unbedingt aus dem Shelter Bragadiru hatte retten lassen wollen.

Leider ist Andira, wie auch mindestens 2 der anderen Hunde, ein Angsthund, die nie in die Vermittlung kommen wird.

Am 3. Tag erhielt Martina die Meldung, dass ein anonymer Spender den Rest des Gartenprojekts finanzieren würde!

Das war eine enorm tolle Nachricht!!!! Denn diese Ausläufe und der grosse Zwinger für die Angstmamis sind so notwendig! Das wird wieder ein bisschen Lebensqualität für alle sein. Tausend Dank an alle, die dies mitfinanziert haben ❤️

Auch haben wir gesehen, dass es unbedingt nötig ist, dass es auch Zwinger für die kleineren Hunde und für die etwas grösseren Welpen braucht. All die, die jetzt im Haus untergebracht sind. Denn diese Hunde kann man nicht zu den Grossen dazutun. Und es gibt immer mal wieder Hunde, die sich nicht so einfach vergesellschaften lassen.

Gerade das putzen und versorgen im Haus erfordert sehr viel Zeit, Aufwand und Organisation. Diese Zeit kann dann anderweitig genutzt werden oder sie können dann vielleicht auch einfach einmal wieder einen Moment sitzen und einfach sein.

Ich bin unendlich froh, dass durch tolle Spender, auch diese Zwinger nun realisiert werden können, vielen, vielen Dank ❤️

Es waren hohe Ausgaben, die im letzten Jahr auf die Moglis zukamen, doch das ganze Tierheim muss zuerst aufgebaut werden und sie haben mit Eurer Hilfe bereits ganz viel erreicht ❤️!

Bitte helft Ihnen auch weiterhin, auch die sehr hohen Tierarztrechnungen zu stemmen, fast jedes Welpchen war mindestens einmal krank 😐. Das sind monatlich horrende Ausgaben!

Nur mit Eurer Hilfe, kann Pfotenhilfe Mogli weiter das bleiben, das sie bis jetzt aufgebaut haben, ein tolles Tierheim in Rumänien, nur mit Eurer Unterstützung finden wir Zuhause für diese tollen Hunde, damit es wieder Platz gibt für weitere Notfellchen. Denn im Moment sind sie übervoll, all die tollen Junghunde und Welpen werden älter und älter, und auch für ehemalige Stars, wie den kleinen Snowflake, der mit der Flasche aufgezogen wurde, interessiert sich nun niemand mehr……warum ist das so?

Jeder wünscht sich doch einen tollen Hund, einen Freund, diese Möglichkeit hat man mit einem Mogli Hund. Martina und Gianni kennen ihre Zöglinge sehr gut und können sehr viel über ihre Charaktereigenschaften und Vorlieben erzählen, was sehr wichtig ist, um herauszufinden, welcher Hund zu einem passt.

Man bekommt einen Freund fürs Leben ❤️!

Die Zeit ging dann auch viel zu schnell vorbei und wir mussten wieder zurückfliegen. Gianni brachte uns auf den Flughafen, also hiess es bereits zuhause Abschied nehmen von Martina und den Hunden, meiner kleinen Yona ❤️. Und auf dem Flughafen dann von Gianni. Ich war sehr traurig, die beiden und die Tiere zu verlassen und nur das Wissen, dass all meine Tiere zuhause auf mich warten, machte mir den Abschied etwas leichter.

Die nachfolgenden Tage zuhause brauchte ich dann zum Verarbeiten, traurig sein, mich freuen an den Bildern und und und.

Ich freue mich bereits jetzt wieder darauf, wenn ich das nächstemal zu den Moglis reise und alle wieder umarmen darf ❤️

Ich nehme wieder sehr viel mit aus meiner Zeit bei Martina und Gianni, ich bin überwältigt von dem, was sie aufgebaut haben, mit wieviel Liebe Mensch und Tier aufgenommen wird bei ihnen, am liebsten würde ich all die tollen Hunde selber adoptieren und ich wünsche ihnen noch ganz lange viel Erfolg bei ihrem Tun ❤️