Reisebericht von Julia  

Besuch bei den Moglis vom 10.04.2018 – 14.04.2018


Einen Bericht zu schreiben über eine Zeit mit so vielen Eindrücken und Gefühle ist gar nicht so einfach. Was schreibe ich und wie packe ich all die Emotionen in Worte ein?
Ich versuch es mal;
Gianni und Jayden holten Conny und mich am Flughafen in Bukarest ab und wir fuhren in Richtung meines knapp ein wöchigen Zuhause.
Martina und Damiano standen bereits am Tor und begrüssten uns. Gianni und Jayden halfen Conny und mir das Gepäck aus dem Auto zu tragen…. Oder war es irgendwie anders? Egal, ich fühlte mich einfach von Anfang an wohl bei Rubinos und all ihren Fellnasen. Keine Ahnung wie viel Hunde um mich herum wuselten und mich begrüssten. Ich sah einfach nur wunderschöne Hunde die gesund und zufrieden aussahen. Martina und Gianni gaben mir das Gefühl willkommen zu sein und die Jungs gefielen mir sowieso sofort.
Nun könnte ich schreiben, es war einfach nur schön… aber was war eigentlich schön? Täglich die Zwinger zu putzen, Schubkarren voll Gaggi zusammen zu nehmen, zu füttern und Wasser zu geben? Ja, genau dies genoss ich. Körperlich zu arbeiten. Wann hatte ich mich das letzte Mal körperlich betätigt? Als Teenager vielleicht, wenn ich mal den Bauern half zu „heuen".
Das aber machen die Rubinos täglich und noch ganz viel mehr.
Also mal von der Arbeit abgesehen, die es in Hülle und Fülle gibt bei über 80 Tieren, faszinierte mich der Umgang die Martina, Gianni und die Kinder mit all den 4-Beinern pflegen. Jedes Tier wird mit Namen angesprochen, ja sie werden sogar am Bellen erkannt. Hinter all dem steckt auch eine riesen Logistik. Wer passt zu wem, wo muss eine Gruppe umgestaltet werden, welche Gruppe kann in den Freilauf, Futter Bestellungen, Tierarzt-Termine vereinbaren und vieles mehr… Ebenso staunte ich, als ich bemerkte, dass die Hunde die sich gerade frei im ganzen Areal bewegen können, dies nicht komplett nutzten. Sie waren immer in der Nähe von Martina und Gianni. Nur wenn die Beiden in den unteren Teil gingen, liefen alle ca. 25 Hunde hinten nach. Nur schon dies zu sehen, war einfach beeindruckend.
Mit zu erleben, mit wie viel Herzblut und Engagement, mit wie viel Liebe, Humor und Ruhe die Zwei das meistern war für mich eine Bereicherung. Wie die zwei Jungs mit dem Velo um die Hunde zirkelten, sich nach rannten und spielten als ob dies selbstverständlichste wäre mit so vielen Fellnasen zusammen zu leben bewunderte ich. Nie ein lautes oder gehässiges Wort zu den Tieren, weder von den Kindern noch von Gianni und Martina. (Übrigens auch nicht untereinander) Sie leben einfach alle zusammen und respektieren sich. Dank diesen Jungs können Rubinos auch genau sagen, wie der oder jener Hund mit Kindern umgeht. Dank all den täglichen Beobachtungen und dem täglichen zusammen sein mit den Tieren, können Martina und Gianni auch bei einer Vermittlung sehr genau das Wesen der Hunde und Katzen beschreiben.
So nun könnte ich noch ganz viel mehr schreiben, aber nur Worte reichen nicht aus, man muss es einfach erlebt haben.
Ich fühlte mich vom ersten bis zum letzten Tag einfach nur wohl. Ich liebte die körperliche Arbeit, das Beobachten und vor allem die Familie. Den Humor, die Gelassenheit, einfach alles. Ich danke euch Martina, Gianni, Damiano und Jayden für die schöne Zeit die ich bei euch erleben durfte. Ich komme sehr gerne wieder.

Julia