Reiseberichte von unseren Gäste in Rumänien

Reisebericht von Conny ( 1.6.17-5.6.17)

Besuch bei Martina und Gianni in Rumänien
Bereits letztes Jahr war ich mit der Pfotenhilfe Mogli in Rumänien und für mich war klar, ich werde auch dieses Jahr wieder gehen!
Dieses Mal würde es jedoch anders sein, Martina und Gianni wanderten Ende März aus um sich ganz ihrer Bestimmung widmen zu können, den armen Seelen, den Hunden in Rumänien zu helfen!
Dies löste über Bewunderung, Freude, Kopfschütteln bis zu Unverständnis ganz viele Emotionen bei fremden Menschen aus. Warum bloss gibt man einen guten Beruf auf, um Hundescheisse zusammenzunehmen?
Da werden die Kinder aus einem durchorganisierten Land irgendwohin verschleppt, wo sie noch Kind sein dürfen (und das sehr gute Schulen hat in und rund um Bukarest).
Ich habe Gianni und Martina ganz einfach bewundert und auch wenn es nicht unbedingt mein Wunschland wäre, verwirklichen sie genau den Traum, den auch ich ein wenig träume, aber nie zu verwirklichen gewagt habe.
So habe ich bereits im Februar meinen Flug gebucht und am 1. Juni war es endlich soweit! Ich flog zu den Moglis! Martina und Gianni holten mich am Flughafen ab und es gab ein grosses Willkommen! Mit meinem schweren Koffer (voll mit Thomy Maionnaise und Kehrichtsäcken für die beiden :- ) ) ging es zum Auto.
Wir fuhren durch das Land zu ihrem "Zuhause", Strassenhunde sahen wir praktisch keine, es war Nachmittag und viel zu heiss.
Bei ihnen angekommen, bereiteten sie mich schon mal auf Ihr Haus vor, dadurch, dass die Zwinger noch nicht stehen und sie viele kleine Gruppen haben, hat es in fast jedem Raum eine Hunde oder Katzengruppe.
Ja, und wie das so ist, Welpen sind natürlich nicht stubenrein und bei etwas über 30 Welpen sieht es auch dementsprechend aus.
Ich war also einigermassen vorbereitet, auch wenn man es sich nicht vorstellen kann, bis man es sieht.
Die Hunde haben mich lautstark begrüsst, manche freudig und zuvorderst, andere leicht verunsichert und vorsichtig.
Da hatte ich noch keine Ahnung, wer wer ist, ausser mein Patenmädchen Otekah, das Bärchen, das kam sofort an, mich zu begrüssen.
Ich brachte mal meine Sachen in Sicherheit und half, die Einkäufe zu verstauen. In der Küche war der kleine Emilio, dem die Staupe sehr zu schaffen machte. Sie hatte sein Gehirn angegriffen und er hatte ziwchendurch Epileptische Anfälle. Wie traurig war es, ihn so krank in seinem Bettchen zu sehen, er war auf den Fotos immer einer meiner Lieblinge ;-(.
Manapi und Koda lernte ich auch gleich mit kennen, beide hielt das Kindertörchen nicht auf und sie wollen immer da sein, wo auch die Menschen sind. Da Emilio nicht mehr ansteckend war, war das kein Problem und gerade Manapi hat sich liebevoll um ihn gekümmert.
Danach hiess es auf in den Kampf und nachdem die Hunde in ihren Auslauf draussen getragen wurden, ging es ans putzen. Dies sollte auch in den folgenden Tagen meine Hauptbeschäftigung werden.
Ich kam ja, um zu helfen, nicht um Ferien zu machen.
Ich half mit, Hundekacke aufzusammeln, die Tücher und Teppiche in die Wäsche zu legen und den Boden zu säubern.
Und es gab viel zu erzählen, über das Leben, die Hunde und und und....
Es musste natürlich auch die ganze Hundebande geknuddelt werden! Lina, die behinderte Hündin, legte sich mir gleich zu Füssen!
Die wilden Blackys machten ihrem Namen alle Ehre und ich wurde mal ordentlich verkratzt.
Spät abends, nachdem alle versorgt und müde waren, ging es auch bald ins Bett.
Am nächsten Morgen, ich schlief im ersten Stock, habe ich schnell bemerkt, dass ich wohl nicht einfach so runter gehen konnte, ohne das ganze Haus zu wecken.
Also schrieb ich Martina, dass sie mich dann mitnehmen solle, wenn sie aufstehe :- ).
Ich muss zugeben, am ersten Tag, als ich noch nicht so genau wusste, was mich erwartet, war ich leicht schockiert....soviele Welpen machen doch einige Häufchen die ganze Nacht hindurch.
Lautstark wurde ich begrüsst, Eva und Kowi  fanden es nicht gerade toll, da jemand Fremdes in ihrem Zuhause zu haben.
in der Küche wurde erstmal ein Kaffee getrunken und Emilio begrüsst, bevor es ans putzen ging.
Danach durften alle Hunde raus, und dann......Handschuhe und Schäufelchen und Scheisse einsammeln ;-).
Am Anfang musste ich noch viel nachfragen, was wo ist, wie sie es handhaben.
Kaum war ein Raum "fertig" ging es zum nächsten, dann die kleine Sikari und Hope in der Garage, die Blackys auf der Terasse, Bee und ihre verbliebenen 2 Babies im ersten Stock und die Kätzchen, im Badezimmer, im Wintergarten, im Zimmer mit den Kindern..... und je nach Hundegruppe desinfizieren nicht vergessen, sobald man den Raum verlässt, damit es nicht verteilt wird.
Jaja...die beiden machen sich ein tolles Leben mit den Spendengeldern, wie Neider manchmal boshaft schreiben. Alles in allem ist man bereits morgens rund 2-3 Stunden am putzen,  und der Tag hat ja erst angefangen!
Und all die Wäsche!!!!!! Jeden Tag ein Rieeeeeesenberg! Es endet nie!
In der Zwischenzeit waren auch die Kinder aufgestanden und es wurde etwas gegessen. Nachmittags wollten wir zu den Hunden bei Cera, Anouk und ihre "Welpen" die wir letzten Juni aus Onesti gerettet haben. Alle suchen noch ein tolles Zuhause und ganz wichtig sind gute Pflegestellen!
Nachdem alle Hunde Nachmittags wieder ins Haus gebracht wurden, fuhren wir los.
So eine Autofahrt dauert in Rumänien mehrere Stunden, wir würden also ein Weilchen fort sein.
Bei Cera und ihrem Mann angekommen wurden wir herzlich empfangen...und durften gleich als erstes über einen hohen Erdhügel steigen. Die Rumänen haben oft nicht ganz fertige Häuser und immer, wenn sie wieder ein wenig Geld zur Seite gelegt haben, wird weitergebaut.
Nach einer Erfrischung, die Kinder durften spielen gehen, ging es zu den Hunden.
Cera hat ca 100 Hunde in verschiedenen Zwingern untergebracht und für rumänische Verhältnisse ist es ein 5Stern Hotel. Sie liebt die Hunde und das merkt man auch den Hunden an.
Unsere Hunde waren ganz zuunterst, alles tolle aufgestellte, freundliche Hunde. Ja und dann hatte der Tourist aus der Schweiz die glorreiche Idee, ob die Hunde nicht auf der vorhandenen Wiese rennen dürften.
Cera hat die Zwingertüre geöffnet und in diesem Augenblick wusste ich, oje, Scheiss Idee!!!
Unsere Hunde rannten fröhlich auf der Wiese umher, alle anderen in den Zwingern waren verständlicherweise empört und machten das durch lautstarkes Bellen klar.
Es wurde also ein wenig laut....
Nach einiger Zeit waren die Hunde völlig ausgepauert, schliesslich war es über 30 Grad und die, die nicht alleine zurück in den Zwinger kamen gingen wir holen. Zufrieden legten sie sich danach in den Schatten.
Molly und Yumna dürfen am Samstag reisen, Anouk, Auri, Balu, Lilly, Nera, Vona und Indira warten noch auf Ihr Glück!
Auf dem Nachhauseweg gingen wir noch kurz etwas essen. Als ich zur Toillette musste, dachte ich, ich hätte mich in der Tür geirrt....da föhnte ein Rumäne seelenruhig seine Haare am Handtrockner...
Als ich das am Tisch erzählte, sagte Damiano ganz trocken: "Das ist halt Rumänien"! Da mussten wir herzhaft lachen!
Wieder zuhause, galt es Hunde zu füttern, knuddeln, putzen und waschen. Emilio und Sikari bekamen noch ihre Spritzen. Sikari ging es die beiden Tage, in denen ich unten war, unverändert schlecht, ihre Schwester Hope hat tapfer bei ihr ausgeharrt!
Emilio ging es an diesem Tag etwas besser und eigentlich sollten sie es überstanden haben.
Es wurde wieder spät, bis wir es ins Bett schafften.
Am nächsten Morgen wartete ich wieder auf Martina und gemeinsam gingen wir runter. Ich war zuerst bei der Küche und mir blieb das Herz stehen, Emilio lag, den Kopf im Wassernapf, schwach atmend am Boden! Vermutlich hatte er einen epileptischen Anfall als er trinken wollte. Es sah nicht gut aus ;-(. Gianni machte sich bereit, um in die Klinik zu fahren, er wollte auch noch kurz nach Sikari sehen.
Sikari lag tot in ihrem Bettchen, ihr kleiner, kranker Körper hatte es nicht geschafft ;-( ;-(. Sie starb in der Nacht. Seltsamerweise ist es sehr oft so, dass sich die Hunde die Zeit in der sie alleine sind, auswählen, um diese Welt zu verlassen.....
Ich durfte mich noch verabschieden und Gianni fuhr los.
Geschockt und traurig brachten Martina und ich die Hunde nach draussen und begannen zu putzen, jeder brauchte Zeit, um für sich zu trauern, mir laufen auch jetzt die Tränen, während ich das schreibe....
Still taten wir unsere "Arbeit" und nur die Hundebande durchdrang unsere Trauer.
Es vergingen mehrere Stunden, bis Gianni wieder kam...............ohne Emilio :-(.
Er fuhr zuerst zum Center of Hope, doch da hat ihm niemand geöffnet, also fuhr er weiter in die Stadt in die Pet Stuff Klinik. In der Zwischenzeit verschlechterte sich Emilios Zustand aber nochmals und er konnte nur noch erlöst werden. Rest in Peace, Sikari und Emilio.
Zum Leben gehört auch das Sterben, doch diese unschuldigen Seelen, die niemandem etwas getan haben, sie haben es nicht verdient!

Am Nachmittag holten wir Vladi, einen runmänischen Tierschützer und eine Bekannte, die bei ihm zu Besuch war, bei der Pet Stuff Klinik in Bukarest ab. Wir durften kurz Ahiga, Chime und Jala besuchen.
Jala darf bald zu Martina und Gianni nach hause, sobald die Staupe überstanden ist. Ahiga und Chime wurden kastriert und dürfen auf Pflegestellen in die Schweiz reisen :-)!
 
Danach ging es zuerst zu Vladis Shelter, er musste einen seiner Hunde bringen und danach weiter zu Ioana, wo ebenfalls einige der Mogli Junghunde, darunter auch meine Patenhündin Yuna, untergebracht waren.
Ioana ist eine Bäuerin, die sich damit ein wenig ihren kargen Lebensunterhalt aufbessert, indem sie Hunde in Pflege nimmt. Bereits letztes Jahr war ich dort Hunde besuchen und war ein wenig vorbereitet....dachte ich.
Sie kam uns entgegen, da Dr Cristian vergass uns anzumelden, war sie überrascht und sie war auch schlecht zu Fuss unterwegs, sie hat uns ihre Beine gezeigt, an denen sie von Krampfadern offene Wunden hatte. Trotzdem musste sie irgendwie ihre Tiere und die Hunde versorgen.
Für sie sind die Hunde ihren Nutztieren gleichgestellt, sie füttert und putzt zwar, jedoch spricht sie nicht mit den Tieren, was für Hunde enorm wichtig ist.
Sie hat sich dann auch im vornherein bereits entschuldigt und uns gebeten, dass wir nur zu 2. nach hinten zu den Hunden kommen sollten, da ihre Nachbarin immer am Wochenende da sei und bereits oft reklamiert habe wegen den Hunden. Nun musste sie wahnsinnig aufpassen.
Beim nach hinten laufen fielen uns 3 Welpen in einem Transportgitter auf von einem befreundeten Verein. Ich war schockiert! Eines der Welpen war bis vor kurzem sehr krank gewesen und nun fristeten sie in der winzigen Box dahin! Ich habe gleich ein Foto gemacht und dem Verein gesandt, der nun alles in Bewegung setzt, um die Bedingungen zu verbessern.

Danach hat Ioana Martina und mir noch eine neuen Unterstand gezeigt, wo sie weitere Zwinger bauen will.
Ich habe gar nicht erst zu fest geschaut, wie es links und rechts aussieht.... wir durften dann in den Zwinger unserer Welpen. Eigentlich wollte ich Fotos machen.....doch die Junghunde waren dermassen aus dem Häuschen, dass Menschen kamen, die auch  noch mit ihnen sprachen, dass sie allesamt an uns hochhüpften bis zum Kopf. Wir hatten alle Hände voll zu tun, dass sie uns nicht ernsthaft verletzten, so ausgehungert waren sie nach Ansprache. Und da vermutlich am Morgen das letztemal geputzt wurde, hatte es viel Dreck am Boden, vermutlich hatten sie in der Aufregung auch das Wasser ausgeleert, jedenfalls sahen Martina und ich innert Sekunden aus, als hätten wir uns in feuchter Schweinescheisse gewälzt. Und rochen auch so.

Aufatmend standen wir nach einiger Zeit wieder draussen. Ioana führte uns dann ihn ihr Badezimmer.....am liebsten wäre ich gleich angezogen unter die Dusche gestanden.
Vladi hat nur die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und wollte plötzlich nicht mehr, dass sich eine von uns neben ihn setzte :-).
Wir bekamen zu trinken und Kuchen, auch wenn sie arm sind, ihre Gastfreundschaft ist gross.  
Ziemlich schnell waren sich dann Gianni und Martina einig, dass sie die Hunde nicht mehr länger dort lassen wollten. Im Winter, als sie gerettet wurden, war leider nichts anderes frei und es wäre gedacht gewesen, dass sie dann zu ihnen kommen, sobald die Zwinger gebaut wären.
Doch da in Rumänien alles lange dauert und es in naher Zukunft nicht so sein wird, dass sie umziehen können, musste eine andere Lösung her.
So wurde Cera gefragt, denn von allen, die Gianni und Martina bisher kennen, ist Cera die beste. Und diese Hunde müssen unbedingt irgendwo sein, wo man sie gerne hat.
Cera hat ja gesagt und wir waren happy!
Verdreckt, wie wir waren, gingen wir noch libanesisch essen. Ich habe mich zwar in Grund und Boden geschämt, doch die Kellner haben mit keiner Wimper gezuckt.
Vladi hat uns noch ein wenig mit seinen Lebensweisheiten unterhalten, er wollte von mir wissen, wie man das denn bei Ioana anders machen könnte. Nun, mir ist bewusst, Ioana meint es nicht böse, sie macht ihr möglichstes, ist arm und schlecht zu Fuss. Dass sie den Hunden nicht mehr abgewinnen kann, als ihren Schweinchen oder der Kuh, das wird wohl auch so bleiben.
Doch für die Mogli Hunde wünschten wir uns etwas anderes. All die Prägungsmonate so vorbeigehen zu lassen, das macht es danach umso schwerer.

Am Sonntag war es ein wenig gemütlicher, Gianni ging am Morgen mit Damiano und Jayden einkaufen, Martina und ich kümmerten uns um die Hunde und Katzen. Da war auch Zeit, nachdem alles sauber war, alle Tiere zu knuddeln. Hope hatte durch Wanja etwas Gesellschaft bekommen, denn bis sicher ist, dass sie gesund ist, was noch 2 Wochen dauert, darf sie nicht mit den anderen Hunden in Kontakt geraten. Wanja hat Staupe überlebt und kann nun lebenslang nicht mehr angesteckt werden. Und ich hoffe sehr für Hope, dass auch sie es übersteht.
Zwischen dem Hunde bespassen ging ich auch mal noch Erdbeeren und Kirschen essen. Mhh fein! Wenn man bloss Zeit hätte, die abzulesen und zu verarbeiten! Doch dafür reicht die Zeit nicht auch noch.
Gianni kam dann mittags vom einkaufen zurück und brachte gleich noch ein junges Kätzchen mit aus der Klinik, das Vladi gefunden hatte.
Nun versuchte Martina, die Kleine Mami Yuma unterzujubeln :-). Es fing ganz gut an, sie leckte es ab und liess es zu sich.
Doch plötzlich merkte sie, dass das kleine Ding, das ein wenig älter war als ihre 4 Schlafmützen, ganz schön aktiv ist und da war sie eine Zeitlang überfordert. Doch als ich wieder zuhause war, schrieb mir Martina, dass sie die Kleine nun akzeptiert hat und auch saugen lässt.
Ich habe dann auch die Mama Bee ein wenig gebürstet, sie verlor das Fell bereits büschelweise.
Sie war anfangs ein wenig ängstlich, da sie mich noch nicht so gut kannte, doch als sie merkte, dass ich ihr nichts tue, entspannte sie ein wenig.
ich möchte nicht wissen, was sie bereits alles erleben musste.

Die Blackys sind ein ganz lustiger Haufen auf ihrer Terrasse, am Anfang wird man jeweils wild begrüsst doch sobald man mit ihnen auf die Schaukel sitzt, dann kehrt sehr schnell Ruhe ein. Abends durften sie das erstemal auch raus in den Auslauf, als alle anderen im Haus waren. denn leider ist auch bei ihnen die Ansteckungszeit noch nicht ganz abgelaufen.
Martina und ich sassen da also im Auslauf, bewaffnet mit Handy und Fotoapparat, um ihre Party auch ja nicht zu verpassen, wenn sie rumrennen würden.
Party? Wo? Die drei waren dermassen erstaunt, an einem neuen Ort zu sein, dass sie ganz vorsichtig alles abschnüffelten und sich wohl ihre First Class Terasse zurück wünschten :-).
Also nichts mit Party! Irgendwann kam draussen die Manapi angerannt und bespasste sie ein wenig, indem sie ausserhalb hin und her rannte.
Da machten sie begeistert mit!
Manapi ist sowieso eine erstaunliche Maus. Sie klettert über jeden Zaun, auch Kindergitter oder Fenster sind kein Problem für sie. Sie will immer mit dabei sein, dann liegt sie ganz zufrieden in der Nähe der Menschen. Nur kuscheln, das mag sie nicht so ;-).
Sie ist sehr sozial und kümmert sich immer um die Schwachen und Kranken. Sie braucht ein solches Zuhause, wo sie das ausleben darf.
So ging der Sonntag ein wenig gemütlicher vorbei, als die letzten Tage.

Und schon war mein letzter Tag bei den Rubinos angebrochen :-(. Einerseits freute ich mich, all meine Tiere wieder zu sehen, doch ich wusste, dass ich all die tollen Hunde sehr vermissen würde.
Mein Kuschelbär Otekah, die kleine sanfte, aber tapfere Hope. Die feine Diana, die in all den grossen wilden Junghunden unterging, Ihre Geschwister, Jazz und Felice, die konnten sich super wehren, das sind richtige Wildschweinchen.
Dann Koda, Soleil, Syn, gefolgt von Hailey und Amy, die länger brauchen, bis sie zu Fremden hingehen. Und Kowi, der vom ersten Tag an beschlossen hat, mich zu verbellen. Auch das wurde die letzten beiden Tage etwas besser, noch einige Tage, und wir wären beste Freunden geworden :-).
Einfach alles supertolle Hunde, jeden einzelnen muss man einfach ins Herz schliessen!

Ich wurde auf den Flughafen gebracht und war traurig, Martina und Gianni zu verlassen und nicht weiter helfen zu können. Auch sind sie mir in den letzten eineinhalb Jahren sehr gute Freunde geworden! 
Meine tiefste Bewunderung für die Beiden! Sie haben ein ganz und gar nicht einfaches Leben gewählt, denn Tierschützern, dann noch ausgewanderten Tierschützern, werden immer wieder Steine in den Weg gelegt. Doch unerschütterlich halten sie an Ihrem Vorhaben fest und kämpfen jeden Tag ein bisschen.
Ich freue mich schon darauf, wieder zu ihnen fliegen zu dürfen, helfen zu dürfen!
Jetzt im Moment, mit all der Staupe, den Zwingern, die noch nicht stehen, das Haus voller Hunde, können auch die weiteren Projekte nicht weitergeführt werden, keine weiteren Hunde gerettet, keine Kastrationen durchgeführt werden.
All das hat jetzt oberste Priorität, mal alles zu fixen, das Tierheim aufzubauen, um danach richtig Gas geben zu können.
Unterstützen wir sie dabei! Mit Spenden, Patenschaften, Pflegestellen, Adoptionen. Und unserer Wertschätzung für das, das sie tun, jeden Tag, von morgens bis abends.
Denn nur mit unserer Unterstützung können sie weiterhin den Tieren helfen.