Erfahrungsbericht Iris mit Lou

 Im September 2024 kam meine Adoptantin nach Rumänien, um sich nach dem Tod ihres Ersthundes nach einem weiteren Hund Ausschau zu halten. Iris kam mit mir spazieren und hat mich klangheimlich etwas getestet. Das habe ich natürlich mitbekommen – ihr aber nichts gesagt😊 Iris hat sich in mich verguckt und sah in mir viel Potential. Auch hatte sie das Gefühl, dass ich charakterlich ein passendes Geschwisterchen für Jyra (die bestehende Hündin von Iris) bin. Im Oktober 2024, also vor 14 Monaten begann mein Abendteuer. Ich durfte mein vertrautes zu Hause bei Rubinos verlassen. Ihnen bin ich so unendlich dankbar, dass sie mich und meine 5 Geschwister vor dem sicheren Tod in einem Plastiksack gerettet haben.

In der Schweiz angekommen durfte ich meine restliche neue Familie kennen lernen. Mike mein «Hundepapa» ist einfach super. Mit ihm darf ich «blödele» und ganz viel Schmusen. Jyra meine grosse Schwester hatte Anfangs noch nicht wirklich Freude an mir. Sie kommunizierte mit mir sehr souverän und hielt mich auf Abstand. So rasch liess ich mich aber nicht entmutigen und habe mein ganzer Charme und meine Lebensfreude spielen lassen und mich spielerisch Jyra angenähert. 

Heute sind wir sehr harmonisch und tollen draussen gemeinsam herum, messen unsere Kräfte, jagen uns gegenseitig und haben Spass.

Stubenrein war ich anfangs natürlich nicht. Das musste mit mir geübt werden. Ich habe dies aber rasch verstanden, dass meine Familie regelmässig mit mir nach draussen geht, um mich zu versäubern.

Draussen war ich von Beginn an sehr neugierig aber noch unsicher. Ich kannte schliesslich nichts: weder Traktor, Lastwagen, Jogger, Fahrräder, schreiende Kinder, Treppen, Zug, Bus, Auto fahren, diesen ganz komischen Kühen mit Glocken, welche mir auch heute noch suspekt sind, etc. Meine Familie liess mir Zeit alles genau zu beobachten, machte keinen Druck, sondern waren einfach bei mir, verleiten mir Sicherheit und empowerten mich. Da bin ich sehr dankbar, hatten sie Geduld mit mir und führten mich an alles Schritt für Schritt hin.

Nach drei Monaten hat Iris mir zugetraut, mit mir den «Führbarkeitstest» zu machen, welcher in unserem Kanton obligatorisch war. Diesen habe ich mit Bravour bestanden. Meine Familie war unglaublich stolz auf mich – ich natürlich auch.

Mit Iris darf ich Joggen gehen. Dies macht mir sehr viel Spass, da ich so meine ganze Energie raus lassen und rennen kann. V.a. liebe ich es durch den Matsch, Pfützen und Felder zu springen. 

Iris hatte bereits zu Beginn der Gedanke, mit mir zu REDOG zu gehen. Sofern ich mich dazu eigne und überhaupt Spass an der Sucharbeit habe. Das habe ich – und wie! Ich liebe es im Wald herumzurennen und gleichzeitig meine Nase einzusetzen. Und das mit dem Wissen, dass Iris im Hintergrund ist und mich unterstützt und führt. Nun haben wir die Ausbildung zur Geländesuche gestartet. Wenn wir beide fleissig trainieren und die Abschlussprüfung in ein paar Jahren bestehen, dürfen wir im Ernstfall als Team vermisste Menschen suchen gehen. 

Meine Familie sagt von mir, dass ich einen «Dickschädel» habe und sehr gerne diskutiere. Da haben sie recht – schliesslich habe ich bestimmt eine grosse Portion Herdenschutzhund in mir und sehe nicht in allem Sinn, was sie von mir erwarten. Deshalb mussten sie lernen, mit mir Konsequent zu sein und gewisse Situationen mit viel Geduld, Ruhe und Beharrlichkeit auszudiskutieren. Dadurch lernte ich vertrauen und unsere Beziehung ist heute sehr tief und innig. 

Meine Familie sagt, dass sie mich über alles Lieben, ich sie immer wieder zum Lachen bringe und ihr Leben bereichere. Ich bin so dankbar, ein so großartiges zu Hause gefunden zu  haben und so viel spannendes lernen und erleben darf. Dies wünsche ich mir für alle Schnüffelnasen, welche noch bei Rubino’s sind. Getraut euch, einen Mischling zu adoptieren. Ihr bekommt einen Hund, welcher euch eine unglaubliche Dankbarkeit entgegenbringt. Habt einfach Geduld mit uns und führt uns Schritt für Schritt in euer Leben ein. Akzeptiert gewisse Charaktereigenschaften, welche wir genetisch in uns tragen, und macht etwas Positives daraus. 

In Liebe 
Eure Lou

 

Bericht vom Dezember 2025